Pfarrdienst leben

Der Pfarrdienst lebt im Spannungsfeld zwischen dem Auftrag der Kirche und vielfältigen Erwartungen, zwischen öffentlichem Amt und gelebter Frömmigkeit, zwischen Verheißung und real erlebten Mühen. Die Kunst besteht darin, sich in diesem Spannungsfeld zu bewegen, ohne die verschiedenen Perspektiven und Dimensionen des pfarramtlichen Dienstes aus den Augen zu verlieren.

Dazu gehört auch, die Herausforderungen wahrzunehmen, vor denen Kirche, Gemeinde und Pfarrdienst durch Säkularisierung, Traditionsabbruch und Globalisierung stehen.

Die Erfahrung aus dem bayerischen Berufsbild-Prozess "Pfarrerin/Pfarrer sein in verschiedenen Kontexten" zeigt, dass es sinnvoll ist, verschiedene Themenfelder jeweils für sich zu betrachten und anzugehen.

Da ist zunächst die Frage, wie die Arbeitsbedingungen so gestaltet werden können, dass der Pfarrdienst "gut, gerne und wohlbehalten" geschehen kann.

Hierzu gibt es bereits eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Vorschläge, die im Verständigungsprozess "Kirche, Gemeinde und Pfarrdienst neu denken" zusammengetragen und gebündelt werden. Ziel ist es, notwendige Standards für den Pfarrdienst zu formulieren, um Freiräume für die theologische Arbeit und Gestaltung des Privatlebens zu eröffnen und Kooperationen zur gegenseitigen Entlastung und Unterstützung zu ermöglichen.

Einige dieser Standards sind in einem Arbeitspapier zur Gestaltung förderlicher Arbeitsbedingungen im Gemeindepfarramt benannt; diese Standards werden ab 2021 in den Kirchenbezirken umgesetzt. Sie finden das Arbeitspapier unter dem Menüpunkt "Pfarrdienst leben", Unterpunkt "Förderliche Arbeitsbedingungen im Gemeindepfarrdienst".

Gleichzeitig wurde ein theologischer Verständigungsprozess über unseren kirchlichen Auftrag und unsere Verantwortung für die Kommunikation des Evangeliums in Glaube, Hoffnung und Liebe  angestoßen. Dal der Verständigungsprozess keine zusätzliche Arbeit bereiten soll, können die für  den Pfarrdienst bestehenden Diskussionsforen wie KTAs und Pfarrkonvente genutzt werden, um die eigene Arbeit zu reflektieren und auf Zukunft hin zu denken.

Gerne komme ich in Dienstbesprechungen, KTAs, KGR- und KBA-Gremien etc. oder bringe  Fragestellungen und Impulse des Verständigungsprozesses in anderen Zusammenhängen und Formaten ein.

Und nach wie vor können Erprobungs-Freiräume genutzt werden, um Ideen für die künftige Arbeit in Pfarramt und Gemeinde zu realisieren. Ich berate Sie gerne!