Herzlich willkommen bei „kirche-neu-denken.de“

Hier finden Sie Informationen, Ideen und Erfahrungen zum Verständigungsprozess „Kirche, Gemeinde und Pfarrdienst neu denken“ in der Württembergischen Landeskirche

Eigentlich…

… wollte der landeskirchliche Verständigungsprozess „Kirche, Gemeinde und Pfarrdienst neu denken“ einen weiten Raum eröffnen, um über die Zukunft von Kirche, Gemeinde und Pfarrdienst ins Gespräch zu kommen – in Kirchengemeinden und -bezirken, in Leitungsgremien und mit engagierten Gemeindegliedern, in der Pfarrerschaft und unter Angehörigen anderer kirchlicher Berufsgruppen, in kirchlichen Werken und diakonischen Einrichtungen, mit Theologiestudierenden und Vertreterinnen und Vertretern des öffentlichen Lebens.

Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren, und eine gut besuchte Konsultation in Bad Boll im Februar 2020 gab wichtige Impulse für die theologische Grundlegung des Verständigungsprozesses.

Dann kam Corona…

… und durchkreuzte alle weiteren Planungen. Tagungen und Seminare mussten abgesagt werden, unter anderem die Prälaturtage für Pfarrerinnen und Pfarrer, die sich mit grundlegenden Fragen und Herausforderungen des Pfarrberufs auseinandersetzen sollten.

Zugleich haben die Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens dazu geführt, dass das kirchliche Leben in Gemeinde und Diakonie neu organisiert werden musste. Gottesdienste und Andachten gingen online, ebenso der Konfirmations- und Religionsunterricht. Nachbarschaftshilfen wurden ins Leben gerufen und nicht selten über die Pfarrämter organisiert. Seelsorgerinnen und Seelsorger in Krankenhäusern und Altenheimen mussten darum kämpfen, weiterhin Zugang zu Patienten und Bewohnerinnen zu bekommen. Auch andere diakonische Dienste und Einrichtungen konnten ihre Arbeit unter erschwerten Bedingungen aufrecht erhalten. Und auch die Mitarbeitenden der kirchlichen Verwaltung haben mit den Auswirkungen der Krise zu kämpfen.

Zugleich mussten viele Angebote heruntergefahren werden. Gemeindehäuser mussten schließen, Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren konnten sich nicht mehr in ihren Gruppen und Kreisen treffen. Kirchenmusikalische Angebote und andere Veranstaltungen mussten abgesagt werden etc.

 

Mittlerweile sind Gottesdienste unter strengen Auflagen wieder möglich. Kirchliches Leben beginnt, sich zaghaft zu normalisieren. Dennoch werden wir, wenn die Pandemie eingedämmt ist, nicht einfach an die Zeit vor Corona anknüpfen können. Schon der Rückgang der Kirchensteuer-Einnahmen wird dies nicht erlauben.

Umso wichtiger, dass wir uns bei aller Corona-bedingten Geschäftigkeit Zeit nehmen, um Kirche, Gemeinde und Pfarrdienst auf dem Hintergrund all dieser Erfahrungen zu überdenken. Wir werden uns neu darüber verständigen müssen, wie wir unserem Auftrag als Kirche auch in Zukunft gerecht werden können: was können wir tun, damit die Menschen der frohen Botschaft begegnen? Was bedeutet das für die Arbeit vor Ort, in unseren Gemeinden? Und welche Rolle kommt dabei dem Pfarrdienst zu?

Kirchenrat Georg Ottmar

Kirchenrat Georg Ottmar

Wir bauen um und planen neu…

Der Verständigungsprozess „Kirche, Gemeinde und Pfarrdienst neu denken“ wird in den nächsten Wochen neu geplant. Im Vordergrund steht dabei zunächst die Bestandsaufnahme: Was hat sich durch die Corona-Krise verändert? Welche neuen Fragestellungen ergeben sich? Und welche grundsätzlichen Fragen stellen sich weiterhin, möglicherweise mit größerer Dringlichkeit?

 

Kommentar: Corona! Kirche! Krise!

 

In einem nächsten Schritt werden neue Veranstaltungen und Veranstaltungsformen geplant und erprobt. Gerne komme ich in Bezirkssynoden, Dienstbesprechungen, KGR- und KBA-Gremien etc. oder bringe die Fragestellungen des Verständigungsprozesses in anderen Zusammenhängen und Formaten je nach Absprache ein. Eine Themenliste finden Sie unter dem Menüpunkt „Materialien“.


Nach und nach wird die Homepage aktualisiert. Ich bitte Sie diesbezüglich aber um etwas Geduld.

Und nach wie vor will der Verständigungsprozess Erprobungs-Freiräume ermöglichen, z.B. für Kirchengemeinden und Pfarrämter, die neue Wege in der Kommunikation des Evangeliums beschreiten oder mit neuen Formen von Kooperation und Netzwerkarbeit experimentieren wollen.


Ich lade Sie ein, Ihre Ideen und Erfahrungen in den Neustart des Verständigungsprozesses einzubringen und freue mich auf Ihre Anregungen!


Veranstaltungen

  • Meldungen aus der Landeskirche

  • 10.08.20 | „Trisomie-Bluttest ist ein großer Grenzübertritt“

    Der Bluttest auf Trisomie ist im Grunde der entscheidende Schritt zur Entschlüsselung der gesamten Erbanlage des Kindes, sagt Claudia Heinkel, Leiterin der Pua-Fachstelle in Stuttgart, die über vorgeburtliche Untersuchungen informiert. Hier braucht es Grenzen, fordert die Theologin im Gespräch mit Judith Kubitscheck vom Evangelischen Pressedienst (epd) Südwest - und erklärt, warum bei dieser Diskussion auch Eltern mit behinderten Kindern im Blick sein müssen.

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  • 07.08.20 | Vom Mops und protestantischer Pracht

    Elk-wue.de ist mit Ernst Wahl eine Etappe auf dem Diakonie-Pilgerweg gegangen: von Winnenden nach Beutelsbach. Und hat dabei viel erfahren. Vom Mops, dem Anfang des Oberkirchenrats, von Wilhelmine Canz und der Großheppacher Schwesternschaft und auch von protestantischer Pracht.

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  • 06.08.20 | Sabine Bullinger wird Landesbauernpfarrerin

    Sabine Bullinger (57) wird neue Landesbauernpfarrerin der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Sie tritt damit die Nachfolge von Gabriele Walcher-Quast an, die beim landeskirchlichen Dienst für Mission, Ökumene und Entwicklung (DiMOE) Themen der internationalen Landwirtschaft betreut

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